Pane Carasau – traditionelles Fladenbrot der sardischen Hirten

Pane Carasau ist ein traditionelles sardisches Fladenbrot aus Hartweizengrieß. Es wird nach uralten Rezepturen hergestellt und zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit aus.

Pane Carasau

Pane Carasau – sardisches Fladenbrot mit langer Geschichte
Das sardische Fladenbrot Pane Carasau blickt auf eine lange Geschichte zurück. Forscher gehen davon aus, dass Frühformen dieses Lebensmittels bereits in der Bronzezeit hergestellt wurden, als auf Sardinien die Nuraghen-Kultur ihre Blütezeit erlebte. Später diente es den sardischen Hirten als Verpflegung, die oft wochenlang mit ihren Schafherden in den Bergregionen des Gennargentu-Massivs unterwegs waren. Die lange Haltbarkeit machte das Fladenbrot auch zum idealen Proviant für Fischer und Seereisende. Die Überfahrten auf dem Mittelmeer dauerten mit alten Segelschiffen oft mehrere Wochen und im Gegensatz zu verderblichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Fleisch konnte Pane Carasau auch nach Wochen bedenkenlos verzehrt werden.

Grundzutaten für Pane Carasau
Pane Carasau wird aus Hartweizenmehl, Hefe, Wasser und Salz hergestellt. Früher benutzten nur die reichen Familien Weizen als Grundzutat, während die ärmeren Bevölkerungsschichten Gerstenmehl oder Kleie als Grundstoff zur Herstellung des Fladenbrotes benutzten. Die Herstellung von Pane Carasau ist ein aufwendiger Prozess. Während früher mehrere Familienmitglieder an der Produktion des Fladenbrotes mitwirkten, überlassen die Sarden die Herstellung heute den einheimischen Bäckern.

Die Herstellung des sardischen Fladenbrotes
Die Herstellung von Pane Carasau erfolgt in verschiedenen Arbeitsschritten. Für den Teig wird Hefe in warmem Wasser aufgelöst und mit dem Hartweizenmehl vermischt. Anschließend wird die Mischung lange in einem Holztrog geknetet. In der zweiten Phase wird der Teig auf dem Tisch ausgewalzt, bis eine dünne, glatte Fläche entstanden ist, die anschließend wieder geknetet wird. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Danach folgt der Gärprozess, wobei der Teig in einem abgedeckten Gefäß an einem dunklen Ort gelagert wird. Nachdem der Teig aufgegangen ist, wird er zu einer hauchdünnen Schicht ausgerollt und es werden kreisrunde Scheiben aus dem Teig geschnitten. Nachdem diese in der Mitte des Backofens platziert wurde, wird das Feuer entzündet und der Teig wird bei einer Temperatur zwischen 450 und 500 Grad in einem ersten Gang gebacken. Später folgt eine weitere Backphase, bei der die Fladen bis zur gewünschten Bräunung in der Hitze geröstet werden. Als Endprodukt entsteht ein hauchdünner, knuspriger Fladen, der mit verschiedenen Zutaten verzehrt wird.

Der Genuss von Pane Carasau
Pane Carasau kann auf unterschiedliche Weise verzehrt werden. Das Fladenbrot kann trocken geknabbert oder vor dem Essen mit Wasser befeuchtet werden. Dadurch wird das Brot weich und es können Käse oder Wurst in den Teig eingerollt werden. Das Eintauchen in ein mit Wasser gefülltes Gefäß darf nicht zu lange geschehen, da das Fladenbrot ansonsten die feste Konsistenz verliert. Alternativ kann Pane Carasau mit Olivenöl beträufelt und mit frischem Ziegen- oder Schafskäse belegt werden. Beim Genuss der Sonderform mit der Bezeichnung Pane Frattau wird das Fladenbrot mit einer kräftigen Bouillon angefeuchtet und mit Tomatenpüree, Pecorino und einem Spiegelei belegt.

Genießen Sie während Ihres Aufenthaltes auf Sardinien die landestypische Spezialität Pane Carasau und lassen Sie sich das sardische Fladenbrot auf der Terrasse Ihres Sardinien Ferienhauses zum Abendessen schmecken.

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